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Strompreis: Öko-Umlage steigt um 70 Prozent
Montag, den 18. Oktober 2010 um 09:10 Uhr
Berlin Der Nachfrageboom bei Solaranlagen bleibt für die Stromkunden in Deutschland nicht folgenlos: Von Januar 2011 an müssen sie deutlich mehr für den Ausbau der erneuerbaren Energien bezahlen. Die sogenannte EEG-Umlage – damit werden die Ökostrom-Anbieter speziell gefördert – steigt von heute 2,05 Cent pro Kilowattstunde um mehr als 70 Prozent auf 3,5 Cent (EEG steht für Erneuerbare-Energien-Gesetz). Dies werden die für die Berechnung zuständigen Übertragungsnetzbetreiber heute bekanntgeben, bestätigte ein Sprecher des Spitzenverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft.

Für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden kostet die Förderung des Ökostroms dann etwa zwölf Euro pro Monat. Bisher waren es sieben Euro. Die Mehrwertsteuer kommt noch hinzu. Ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden bezahlt im kommenden Jahr brutto 5,75 Euro pro Monat mehr.

Der Ausbau des Stroms aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse ist erklärtes Ziel der Bundesregierung und ihrer Klimaschutzpolitik. Erst kürzlich hat sie in ihrem Energiekonzept festgelegt, den Anteil der "Erneuerbaren" an der Stromerzeugung von heute 16 Prozent bis 2050 auf mindestens 80 Prozent zu steigern. Noch ist die Ökostrom-Erzeugung aber teurer als die aus Kohle, Gas oder Atomkraft. Damit sich die erneuerbaren Energien dennoch durchsetzen, werden sie mit dem EEG staatlich gefördert. Für jede Kilowattstunde Ökostrom, die ins Netz gelangt, erhält der Produzent eine Einspeisevergütung, die die Kunden bezahlen.

Die EEG-Umlage wird jährlich neu berechnet. 2011 steigt sie vor allem durch den enormen Zubau an Solaranlagen: Der eingespeiste Solarstrom hat sich 2010 vervierfacht. Da die Kosten für Solaranlagen gesunken sind und die Regierung zugleich die Förderung gekürzt hat, haben sich viele Hausbesitzer noch schnell eine Solaranlage aufs Dach montieren lassen.

Industrielle Stromkunden und Ökonomen schlagen jetzt Alarm: "Wenn der Markt für Photovoltaik so boomt, weil er so hohe Preissteigerungen auslöst, sollte man politisch handeln", sagte die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Claudia Kemfert, unserer Zeitung. "Entweder man kürzt die Vergütungssätze für die Photovoltaik weiter, oder man deckelt die Gesamtvergütung." Auch der Verband der industriellen Energie- und Kraftwirtschaft fordert, die Vergütung für die Solarstromanbieter insgesamt zu deckeln.

Quelle: Rheinische Post

 

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Gasanbieterwechsel

So überzeugen Sie den Vermieter:
Heidelberg - 18,8 Millionen Haushalte heizen in Deutschland mit Gas – das ist fast die Hälfte. Viele haben jedoch nicht die Möglichkeit, selbstständig zu einem anderen Gasanbieter zu wechseln: In Mehrparteien- häusern gibt es oft nur einen Gaszähler, die Heizkosten werden dann anteilig auf die Mieter umgelegt und von diesen zusammen mit den Nebenkosten bezahlt.
(Quelle: verivox)

Die Zukunft der intelligenten Stromnetze

Montreal - Die zukünftigen intelligenten Stromnetze sollen helfen, den Stromverbrauch zu senken. Sie bergen für Verbraucher jedoch auch einige Fallstricke.
"Die Versorger müssen enorme Summen in den Aufbau der Smart Grids stecken. Diese Kosten geben sie natürlich an die Kunden weiter, der Strom wird teurer." Dies prophezeite Klaus Heimann, Branchenexperte vom Softwarekonzern SAP, am Rande der Weltenergie- konferenz in Montreal. "Der Kunde kann durch die neuen Systeme aber gleichzeitig seinen Verbrauch reduzieren. Am Ende ist es ein Nullsummenspiel." (Quelle: verivox)