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Strompreiserhöhungen für jeden zweiten Haushalt
Montag, den 22. November 2010 um 16:44 Uhr
Mehr als die Hälfte aller Haushalte in Deutschland müssen im kommenden Jahr deutlich mehr Geld für ihren Strom bezahlen. Knapp 350 Stromversorger erhöhen Anfang Dezember oder zum neuen Jahr die Preise. Im Schnitt beträgt die Preissteigerung 7,0 Prozent, teils gibt es aber auch Erhöhungen um 14 Prozent und mehr.

Insgesamt dürften demnach fast 22 Millionen Haushalte von höheren Strompreisen betroffen sein. Das ist mehr als Hälfte aller 40 Millionen deutschen Haushalte. In den kommenden Tagen könnten noch weitere Versorger hinzukommen. Die meisten dürften aber ihre Preiserhöhungen bereits mitgeteilt haben. Dies muss mindestens sechs Wochen vorher geschehen, am Wochenende endet die Frist offiziell. Einige kleinere Versorger hinken manchmal etwas hinterher.

Grund für den starken Strompreisanstieg ist der massive Ausbau der Solarenergie in Deutschland. Die Ökostrom-Umlage - die sogenannte EEG-Umlage - steigt 2011 um über 70 Prozent auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Für erneuerbaren Strom, der ins Netz gelangt, erhält der Produzent eine Einspeisevergütung. Diese Vergütung ist für Solarstrom noch besonders hoch. Finanziert wird sie über die EEG-Umlage von allen Stromkunden, weshalb der Solarboom die Preise nach oben treibt.

Die Welle der Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel ist eine der massivsten seit der Liberalisierung der Energiemärkte 1998. Zu Beginn des Jahres 2010, als die EEG-Umlage um etwa 1,0 Cent gestiegen war, hatten laut Verivox nur 181 Versorger die Preise erhöht. Knapp 70 Anbieter hatten die Preise gesenkt. Für Anfang 2011 hat noch kein einziger Versorger niedrigere Preise angekündigt.

Am Freitag kündigte Vattenfall als dritter großer Versorger eine Preiserhöhung an. Der Anbieter, der unter anderem in Hamburg, Berlin und Ostdeutschland aktiv ist, setzt die Preise im kommenden Jahr um 9,9 Prozent nach oben. Zuvor hatten schon EnBW und RWE deutlich höhere Preise zum Jahreswechsel angekündigt. Ob der E.ON-Konzern als vierter großer Versorger noch nachzieht, ist bisher noch unklar.

Auch im Jahr 2012 dürften die Strompreise wegen der Förderung erneuerbarer Energien weiter steigen. Jedoch wird das Plus wohl geringer sein als 2011, wie ein Sprecher des Netzbetreibers Amprion am Freitag gegenüber AFP bestätigte. Er berief sich dabei auf die jüngste offizielle Prognose der vier großen deutschen Netzbetreiber, die bereits am Montag im Internet veröffentlicht worden war.

Die sogenannte EEG-Umlage erhöht sich demnach 2012 um maximal 0,9 Cent auf 4,4 Cent pro Kilowattstunde. Diese Erhöhung würde für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Verbrauch von 3000 Kilowattstunden zu nochmaligen jährlichen Mehrkosten von rund 32 Euro inklusive Mehrwertsteuer führen. Im besten Fall könnte die EEG-Umlage allerdings auch um 0,1 Cent auf 3,4 Cent sinken, sagte der Amprion-Sprecher. Wie sich die EEG-Umlage entwickelt, hängt von mehreren Faktoren ab. Die zentrale Frage ist, wie viel Leistung aus erneuerbaren Energien im kommenden Jahr neu gebaut wird.

Quelle: verivox

 

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Gasanbieterwechsel

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Heidelberg - 18,8 Millionen Haushalte heizen in Deutschland mit Gas – das ist fast die Hälfte. Viele haben jedoch nicht die Möglichkeit, selbstständig zu einem anderen Gasanbieter zu wechseln: In Mehrparteien- häusern gibt es oft nur einen Gaszähler, die Heizkosten werden dann anteilig auf die Mieter umgelegt und von diesen zusammen mit den Nebenkosten bezahlt.
(Quelle: verivox)

Die Zukunft der intelligenten Stromnetze

Montreal - Die zukünftigen intelligenten Stromnetze sollen helfen, den Stromverbrauch zu senken. Sie bergen für Verbraucher jedoch auch einige Fallstricke.
"Die Versorger müssen enorme Summen in den Aufbau der Smart Grids stecken. Diese Kosten geben sie natürlich an die Kunden weiter, der Strom wird teurer." Dies prophezeite Klaus Heimann, Branchenexperte vom Softwarekonzern SAP, am Rande der Weltenergie- konferenz in Montreal. "Der Kunde kann durch die neuen Systeme aber gleichzeitig seinen Verbrauch reduzieren. Am Ende ist es ein Nullsummenspiel." (Quelle: verivox)