| Schlichtungsstelle Energie - Startschuss am 1. November |
| Dienstag, den 25. Oktober 2011 um 14:26 Uhr |
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Berlin - Wenn sich Verbraucher mit ihrem Energieversorger streiten, gibt es künftig eine neue Anlaufstelle: die zentrale Schlichtungsstelle Energie. Ab dem 1. November können sich Verbraucher an diese wenden, wie Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) am Dienstag mitteilten. Getragen wird die Schlichtungsstelle von Verbänden der Energiewirtschaft (BDEW, VKU, bne) und Verbraucherschützern (vzbv, Bund der Energieverbraucher), die gleichberechtigt in dem Gremium vertreten sind. Die Neutralität der Einrichtung soll durch einen unabhängigen Ombudsmann an ihrer Spitze garantiert werden. Den Posten übernimmt der ehemalige Richter am Bundesgerichtshof (BGH), Dieter Wolst. Bislang konnten sich Kunden nur an Gerichte oder die Bundesnetzagentur wenden, wenn sie sich bei einem Problem nicht mit ihrem Energieversorger einigen konnten. Das konnte etwa bei Rechnungsfragen, bei einem Anbieterwechsel oder bei einem Streit über Bonuszahlungen der Fall sein. Diese Verfahren waren allerdings oft mit hohen Kosten verbunden und konnten Jahre dauern. Die Schlichtungsstelle soll nun auch eine außergerichtliche Einigung ermöglichen, in der Regel soll das für den Verbraucher kostenlose Verfahren nicht länger als drei Monate dauern. Der Bund der Energieverbraucher (BdE) erklärte, oft stünden Verbraucher bei Problemen mit dem Energieversorger "hilflos" da, "denn sie können ihre Rechte vor Gericht nicht durchsetzen, weil ihnen das Geld und die Geduld dafür fehlen". Nach Ansicht des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) dürfte sich auf mittlere Sicht auch der Umgang mit Beschwerden in den Unternehmen verbessern. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bezeichnete die Schlichtungsstelle als "modernes Instrument, das die Kundenzufriedenheit stärken und die Gerichte entlasten kann". Die Erfahrungen in anderen Branchen zeigten, dass solche Einrichtungen "zu einem fairen Dialog" beitragen könnten. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) erklärte, die Einrichtung sei eine "wichtige Errungenschaft für Verbraucher und Energiewirtschaft". Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) bezeichnete die außergerichtliche Schlichtung als "ein wichtiges Instrument unserer Verbraucherpolitik", das sich bereits in anderen Bereichen bewährt habe. (Quelle: verivox) |
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Heidelberg - 18,8 Millionen Haushalte heizen in Deutschland mit Gas – das ist fast die Hälfte. Viele haben jedoch nicht die Möglichkeit, selbstständig zu einem anderen Gasanbieter zu wechseln: In Mehrparteien- häusern gibt es oft nur einen Gaszähler, die Heizkosten werden dann anteilig auf die Mieter umgelegt und von diesen zusammen mit den Nebenkosten bezahlt.
(Quelle: verivox)
Montreal - Die zukünftigen intelligenten Stromnetze sollen helfen, den Stromverbrauch zu senken. Sie bergen für Verbraucher jedoch auch einige Fallstricke.
"Die Versorger müssen enorme Summen in den Aufbau der Smart Grids stecken. Diese Kosten geben sie natürlich an die Kunden weiter, der Strom wird teurer." Dies prophezeite Klaus Heimann, Branchenexperte vom Softwarekonzern SAP, am Rande der Weltenergie- konferenz in Montreal. "Der Kunde kann durch die neuen Systeme aber gleichzeitig seinen Verbrauch reduzieren. Am Ende ist es ein Nullsummenspiel." (Quelle: verivox)